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Die moderne Implantologie und Parodontologie ist ohne eine hochqualifizierte Bildgebung und diagnostische Befundung auf deren Grundlage heute nicht mehr denkbar. Mithilfe des Überweiserkonzeptes können auch Sie diese Bereiche in das Leistungsspektrum Ihrer Praxis integrieren bzw. dieses ausbauen und ihren Patienten eine Behandlung auf höchstem Niveau anbieten. Dabei verpflichten wir uns, Ihre Patienten nur in dem vereinbarten Behandlungsumfang zu betreuen und anschließend verlässlich an Sie zurück zu überweisen. Denn unser Ziel ist eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft mit unseren Überweisern. Lesen Sie dazu bitte auch unseren Kodex für den Umgang mit Patienten von Überweisern.

 



Wozu brauche ich ein DVT?

Bisher wurden fast alle dentalen Fragestellungen diagnostisch mit OPG und Zahnfilm abgeklärt.

Diese Röntgenaufnahmen sind ihrer Natur nach zweidimensionale Abbildungen einer dreidimensionalen Anatomie. Das führt erwartungsgemäß zu Problemen, da die dritte Dimension fehlt. Statt eines Würfels sieht der Betrachter ein Quadrat.

Früher war dies im dentalen Bereich nicht anders möglich, da die komplexe Anatomie des Zahnbogens und Gesichtsschädels mit Aufnahmen in zwei Ebenen wie Schädel seitlich und Schädel pa oder Clementschitsch nur unbefriedigend darstellbar war. Die Dicke des Alveolarkammes z.B. in einer seitlichen Schädelaufnahme zu beurteilen ist fast unmöglich. Einen räumlichen Eindruck von einer anatomischen Struktur zu erhalten war daher bisher nur mit dem CT möglich. Die Ortsauflösung des CT im Bereich dentaler Strukturen ist jedoch eher schlecht, die Strahenbelastung hoch, so dass diese Untersuchung von Zahnärzten selten in Anspruch genommen wurde.

Aus forensischen Gründen wird diese zweite Ebene oder sogar die dreidimensionale Darstellung immer häufiger eingefordert. Im Falle von Komplikationen z.B. Nervverletzung bei der Entfernung von Weisheitszähnen oder Insertion von Implantaten muß der Behandler vor Gericht immer häufiger nachweisen, dass er eine präoperative Diagnostk nach dem Stand der Technik durchgeführt hat. Über kurz oder lang wird also niemand der oralchirurgisch tätig ist an dieser Technik vorbeikommen.

Vor allem in der Implantologie wird das DVT zunehmend zum Standard. Die Implantologie mit Zahnfilm und OPG ist schon fast vergleichbar mit dem Öffnen einer Wundertüte. Erst nach dem Aufschneiden der Gingiva und Freilegen des Alveolarfortsatzes herrscht Klarheit. Der Behandler weiß oft vor dem Eingriff nicht ob eine Knochenaugmentation erforderlich ist oder nicht. Der Patient kann nicht realistisch aufgeklärt werden und auch die Kosten der Behandlung sind nicht vorhersehbar. Mit dem DVT können diese Fragen präoperativ geklärt werden bis hin zur schablonengeführten Implantologie, die den chirurgischen Eingriff erheblich reduzieren kann.

 

Welche Strahlenbelastung hat ein DVT?

Bei unserem Gerät beträgt die Strahlenbelastung für eine Aufnahme mit dem Volumen 4 x 4 cm, was zum Beispiel für die Implantatplanung in der Größenordnung einer Zahnlücke mit zwei Zähnen ausreicht, ca 20 Mikrosievert. Diese Strahlenbelastung ( Ganzkörperbelastung ( Effektive Dosis) entspricht der natürlichen Strahlenbelastung bei 5 Stunden Aufenthalt in 10 km Flughöhe ( 4 Mikrosievert pro Stunde ). Größere Aufnahmevolumina z.B. 8 X 8 cm haben eine höhere Strahlenbelastung.

 

Was kostet eine DVT - Aufnahme ?

Die digitale Volumentomografie ist eine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht bezahlt. Die Kosten werden nach der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ berechnet nach den Ziffern

  • Ä 5370 Computertomografie im Kopfbereich
  • Ä 5377 Zuschlag für computergesteuerte Analyse

Die Gesamtkosten betragen im Regelfall Euro 256,46 .- bei privatversicherten Patienten. Bei Kassenpatienten kann davon im Einzelfall abgewichen werden.



Was muß ich bei einer Überweisung beachten?

  • Bitte geben Sie dem Patienten ein Überweisungsformular mit,
    am besten ein einfaches Rezeptformular mit Praxisstempel.

  • Bitte vermerken Sie klinische Angaben und das gewünschte Areal
    der Untersuchung, z.B. Implantatplanung anteriorer Unterkiefer.

  • Geben Sie bitte bestehende Röntgenaufnahmen wie z.B. OPG mit,
    das erleichtert uns die richtige Auswahl der Volumengröße.

  • Bitte teilen Sie uns mit ob Sie einen Papierausdruck oder einen Datenträger wünschen.



Soll ich mir selbst ein DVT zulegen oder meine Patienten überweisen?

Prizipiell ist jeder Zahnarzt berechtigt nach Erlangung der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz ein DVT in seiner Praxis zu betreiben. Man muß sich allerdings klarmachen, dass dies einen beträchtlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand erfordert. Ein DVT Gerät sollte über eine gute Ortsauflösung verfügen und ein Aufnahmevolumen von mindestens 8 x 8 cm aufweisen. Unterhalb dieses Volumens ist z.b. eine schablonengestützte Implantatplanung nicht möglich.

Das Volumen 8 x 8 cm reicht in den meisten Fällen aus um Ober- und Unterkiefer abzubilden.

Wirklich hochwertige Geräte die diese Voraussetzungen erfüllen sind nach meinen Recherchen nicht unter 100 000 Euro zu haben. Oft sind in diesen Geräten OPG s integriert.

Neben den Kosten für das Gerät muß die Praxis teildigitalisiert werden. Das heißt die Behandlungsräume müssen an das neue DVT / OPG Gerät angeschlossen werden um die digitalen Bilder betrachten zu können. Weiterhin muß eine Datensicherung und evtl. ein Internetanschluß zur Fernwartung sichergestellt werden. Die Zeit zur Befundung der Bilder als auch zum Beispiel die Konstanzprüfung muß eingeplant werden. Die monatliche Konstanzprüfung erfordert beim Ungeübten schnell mal eine Stunde Zeit.

Die Anschaffung eines eigenen DVT lohnt sich meines Erachtens nicht unter 10 Aufnahmen im Monat.

 

Unser Kodex für den Umgang mit Patienten von Überweisern.

Wir möchten langfristig und vertrauensvoll mit unseren überweisenden Kollegen zusammenarbeiten. Deshalb verpflichten wir uns bei Patienten, die von Kollegen zur Mitbehandlung an uns überwiesen werden, zur Einhaltung folgender Prinzipien:

  1. Wir führen ausschließlich die mit dem Überweiser abgesprochene Behandlung durch.
  2. Wir übernehmen zur Mitbehandlung überwiesene Patienten grundsätzlich nicht in den eigenen Patientenkreis, auch wenn dies vom Patienten ausdrücklich gewünscht wird.
  3. Wir führen in unserer Praxis ausschließlich chirurgische Behandlungen durch. Konservierende, endodontologische, oder prothetische Behandlungen bieten wir nicht an.